01. Zur Person
02. Rechtsgebiete
03. Tipps
  • 3.1. Wohnraummietrecht
  • 3.2. Gewerberaummietrecht
  • 3.3. Wohnungseigentumsrecht
  • 3.4. Immobilienrecht
  • 3.5. Maklerrecht
  • 3.6. Zwangsverwaltungsrecht
  • 3.7. Zwangsversteigerungsrecht
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    "Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben." ARISTOTELES

    :: MAKLERRECHT ::

    → Maklerprovision
    Der Makler erhält nur dann einen Anspruch auf Maklerprovision, wenn seine Tätigkeit kausal zu dem Miet- oder Kaufvertragsabschluss ist. Wäre der Mieter oder Käufer ohnehin auf den Verkäufer oder Vermieter zugegangen, weil sie sich eventuell bereits vorher kannten, so entfällt eine Maklerprovision. Falls der Mieter/ Käufer irrtümlich die Provision gezahlt hat, so kann er sie im Nachhinein zurückverlangen, da er sich im Zeitpunkt der Zahlung am Rechtsirrtum befand.

    → Maklerklausel
    Gerne versuchen Grundstücksmakler eine Maklerklausel in den notariellen Kaufvertrag einzufügen und sich damit im Provisionsanspruch zu sichern. Je nach Ausgestaltung dieser Klausel hat dies zur Folge, dass die Gerichtsgebühren, die Gebühren des Notars und eventuell sogar die Grunderwerbsteuer ansteigen, da die Provision mit als Berechnungsgrundlage herangezogen wird. Grundstückskäufer sollten daher darauf achten, eine solche Klausel nicht zu unterzeichnen. Seinen Anspruch auf Provision kann der Makler in einer gesonderten schuldrechtlichen Vereinbarung in derselben Weise sichern.

    → Wohnraumvermittlungsgesetz
    Bei der Vermittlung von Wohnraum ist das Wohnraumvermittlungsgesetz anzuwenden. In diesem ist geregelt, dass die Provision zwei Nettokaltmieten nicht übersteigen darf. Zudem ist dort ausdrücklich geregelt, dass der Makler mit der Hausverwaltung oder dem Eigentümer nicht in Verbindung stehen darf. Dies wird teilweise von der Rechtsprechung dahin ausgeweitet, so dass bereits kleinere Verwaltungstätigkeiten durch den Makler dessen Provisionsanspruch entfallen lassen.

    → Wirtschaftliche Identität
    Der Makler erhält die Provision nur dann, wenn das per Maklervertrag beabsichtigte Geschäft wirtschaftlich identisch mit dem abgeschlossenenHauptgeschäft ist. Wird der Maklervertrag beispielsweise über ein real geteiltes Grundstück geschlossen, am Ende aber ein Sondereigentum vermittelt und verkauft, so fehlt es an der Identität. Auch ist eine erhebliche Abweichung des beabsichtigten vom tatsächlich erreichten Kaufpreis ein Beispiel von fehlender wirtschaftlicher Kongruenz.

    Siehe auch Entscheidungen

     
    Rechtsanwältin Katja Krüger
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    © Katja Krüger // Rechtsanwältin, Berlin 2007-2015